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Du weilst bereits länger in Mittelerde als ich, und das will schon etwas heißen. Außerdem habe ich bemerkt, dass der Wald sich über deine Rückkehr freut. Du gehörst mehr hierher als ich es tue, und darum könnte ich mich auch vor dir verneigen.
—   Radagast zu Oronêl bei ihrer ersten Begegnung in Lórien

Oronêl Galion (S. Baumelb und Glanzsohn, *24 Z.Z.) ist ein Elb aus Lothlórien, der früher ein Vertrauter der Könige Amdír und Amroth war, und über seine Tochter Mithrellas der Ahnherr der Fürsten von Dol Amroth ist.

Aussehen

Oronêl ist schlank und relativ groß für einen Sinda. Er hat braune Augen und schulterlanges Haar, dessen Farbe man nicht genau erkennen kann, da es hell- bis dunkelbraun schattiert ist. Über seine linke Wange zieht sich bis zum Kinn eine Narbe, die er in der Schlacht auf der Dagorlad erhalten hat. Außerdem fehlen ihm seit der Schlacht bei Carn Dûm Ring- und kleiner Finger der linken Hand.

Bei seiner Ankunft in Dol Amroth trug er ein grün-braunes Ledergewand und einen Mantel aus Lórien. In der Zeit danach kleidet er sich meist in die in Dol Amroth übliche Kleidung, graue und blaue Gewänder mit dem Zeichen des silbernen Schwanes, um seine Verbundenheit mit der Stadt zu zeigen. Nach seiner Abreise aus Dol Amroth trägt er allerdings wiederum die übliche Kleidung der Elben Lóriens. 

Waffen

Oronêl ist mit der Axt Hatholdôr (Treuklinge), einer für die Sindar des Ersten Zeitalters typischen Waffe bewaffnet. Diese Waffe wurde von seinem Vater in den Kriegen von Beleriand geführt und dieser gab sie vor seiner Abreise nach Valinor an ihn weiter. Seitdem führte er Hatholdôr in jedem Kampf, bis sie beim Fall Lórien verloren ging.

Außerdem besitzt Oronêl einen Bogen, den er jedoch auch in Lórien zurücklassen musste, und bis zur Schlacht von Dol Amroth führte er ein Jagdmesser bei sich. Dies wurde ihm jedoch in der Schlacht entrissen, und er erhielt einen Dolch nach der Art der Menschen als Ersatz. Dieser Dolch ist die einzige Waffe, die er nach dem Fall Lóriens trug, bis er vor seiner Abreise nach aus Aldburg mit Bogen und Axt aus der Waffenkammer Rohans ausgerüstet wurde.

Seit Laedor Hatholdôr in Fornost zurückließ, führt Oronêl wieder seine alte Waffe. Auf der Reise nach Carn Dûm hat er allerdings einen Bogen zurückgelassen. In Mithlond erhielt er von Círdan den Bogen seiner Mutter, den diese dort zurückgelassen hatte, und führt diesen seitdem mit sich.

Namen

Nach dem Brauch der Elben erhielt Oronêl bei seiner Geburt von seinen Eltern drei verschiedene Namen. Sein Vater nannte ihn Archil (S. königlicher/edler Erbe), während seine Mutter ihm aus unbekannten Gründen den Namen Alphadar (S. Schwanenvater) gab, der sich als geradezu prophetisch herausstellen sollte. Als Kind gab Oronêl sich schließlich selbst den Namen Lasseron (S. Blatt-Freund). Den Beinamen Galion erhielt er von Amdír, und Calenwen verlieh ihm schließlich nach ihrer ersten Begegnung den Namen Oronêl, den er fortan statt Lasseron verwendete.

In Fornost erhielt er von Kerry den Spitznamen Ron.

Charakter

Eigentlich ist Oronêl sehr offen und ehrlich, doch durch seine lange Einsamkeit ist er recht verschlossen geworden. Nach der Schlacht um Dol Amroth öffnet er sich allerdings wieder, durch die Bekanntschaft mit Amrothos, Celebithiel und Amrûn. Besonders eng ist er seiner Tochter Mithrellas und ihren Nachkommen, dem Haus Dol Amroth, verbunden.

Außerdem ist Oronêl von Natur aus häufig stolz und stur, doch seine Stolz hat durch sein Versagen Amroth gegenüber und die Niederlage Lóriens stark gelitten. Er fühlt sich schnell verantwortlich für Dinge, die eigentlich außerhalb seines Einflusses liegen.

Er ist, typisch für einen Elben aus Lórien, sehr eng mit der Natur und speziell den Wäldern Mittelerdes verbunden, und ist betrübt über ihr allmähliches Verschwinden und ihre Zerstörung durch Sauron und Saruman. Außerdem hasst er Zwerge und Noldor wegen ihrer Angriffe auf Doriath, doch die Bekanntschaft mit Galadriel, Celebithiel und Borin bewegten ihn allmählich zum Umdenken.

Beziehungen

Über sein langes Leben hat Oronêl Beziehungen zu vielen Personen aufgebaut, viele davon allerdings erst in den letzten Monaten des Ringkrieges.

Amdír

Oronêls Freundschaft zu seinem Verwandten Amdír war schon eng, bevor dieser zum König von Lórinand ernannt wurde. Obwohl Oronêl einige Jahrzehnte jünger war als Amdír, wuchsen sie beinahe gemeinsam auf, und spätestens seit der Reise seiner Eltern nach Valinor stellte Amdír für Oronêl den Bruder da, den er nicht hatte. Nach Amdírs Krönung änderte sich an ihrer Beziehung zunächst wenig, nur das Vertrauen wuchs weiterhin bis sie einander beinahe ohne Worte verstanden. Amdírs Tod in der Schlacht auf der Dagorlad erschütterte Oronêl so sehr, dass er Lórinand für einige Jahre verließ und erst auf Amroths Ruf hin zurückkehrte. Später neigte Oronêl dazu, Amdír gedanklich zu überhöhen und jegliche seiner Fehler zu vergessen, was sein Verhältnis zu Amroth ein wenig belastete.

Calenwen

Die Beziehung zwischen Oronêl und Calenwen war tiefgreifend und dennoch immer wieder von Höhen und Tiefen durchzogen. Ihre glücklichste Zeit erlebte das Paar direkt in den friedlichen Jahrhunderten nach ihrer Hochzeit der Geburt ihrer Tochter, doch als Oronêl im Krieg gegen Sauron viel Zeit an den Grenzen verbrachte, begannen sie sich einander allmählich zu entfremden. Erst als nach Saurons Verschwinden aus Mittelerde wieder Frieden einkehrte konnten sie ihre Beziehung heilen und für einige Jahre in Frieden miteinander leben, wenn auch nicht mehr so unbeschwert wie vor ihrer ersten Trennung. Nach Calenwens Reise nach Westen erwähnte Oronêl ihren Namen lange Zeit nicht, und auch später nur ungern. Erst nach dem Fall von Lórien konnte er ihr verzeihen ihn verlassen zu haben - und sich selbst, sie vertrieben zu haben.

Amroth

Das Verhältnis zwischen Oronêl und dem Sohn seines besten Freundes war immer ein schwieriges. Während Oronêl dazu neigte, Amdír zu idealisieren und jeden kleinen Unterschied Amroths zu seinem Vater als Fehler wahrzunehmen, beneidete Amroth Oronêl um die enge Beziehung zu seinem Vater Amdír. Dennoch standen sie einander nahe, und als Oronêls Tochter Mithrellas sich in Amroth verliebte hoffte Oronêl, er würde sie heiraten - wozu es allerdings niemals kam. Nachdem Amroth gezwungenermaßen nach dem Tod seines Vaters die Herrschaft über Lórien ergriffen hatte, holte er Oronêl als Berater zu sich, doch die beiden waren oft verschiedener Meinung. Trotz allem traf Amroths Tod Oronêl hart, und führte dazu, dass er sich von Schuldgefühlen überwältigt für über ein Jahrtausend in die Berge der Pinnath Gelin zurück zog.

Leben

Jugend (24-386 Z.Z)

Oronêl wurde im Jahr 24 Z.Z. als Sohn von Ardir und Nellas geboren. Schon früh bildete sein Vater ihn im Kampf mit Axt und Bogen aus. Im Jahr 86 Z.Z. verließen seine Eltern Lórinand um nach Valinor zu segeln, und Ardir hinterließ ihm seine Axt Hathôldor. Daraufhin schloss Oronêl Freundschaft mit seinem entfernten Verwandten Amdír, und schon bald waren sie nahezu unzertrennlich. Als die Elben von Lórinand Amdír schließlich die Königswürde anboten, nahm dieser auf Oronêls Rat hin an.

Berater Amdírs (386-3434 Z.Z.)

Als engster Freund und Berater des Königs gewann Oronêl großen Einfluss in Lórinand. Doch im Frieden des frühen Zweiten Zeitalters gab es in Lórinand wenig zu tun für einen König, und so verändert sich in Oronêls Leben zunächst nur wenig. Gegen Ende des Ersten Jahrtausends des Zeitalters wurde Calenwen, Amdírs Nichte, geboren, und als sie erwachsen geworden war, verliebte Oronêl sich in sie. Auf Amdírs Betreiben hin, dem der Gedanke, seinen Berater mit seiner Nichte zu verheiraten, fand im Jahr 1217 Z.Z, ihr Hochzeit statt. Im Jahr 1592 Z.Z kam schließlich ihre Tochter Mithrellas zur Welt. Der Frieden der Familie fand schließlich ein jähes Ende, als Sauron 1693 Z.Z. die Elben angriff, und Oronêl in den Kampf an Lórinands Grenzen zog. Zu dieser Zeit begann er, sich allmählich von Calenwen und Mithrellas zu entfremden. Dies verstärkte sich noch, als Oronêl nicht von den Grenzen heimkehrte, als Rúmil, Calenwens Vater, 1698 Z.Z. im Kampf gefallen war. Auch nach Saurons Niederlage durch das Eingreifen der Númenórer war Oronêl noch oft fort, denn rund um Lórinands Grenzen herrschte weiterhin Sauron, und Amdír brauchte seine Hilfe und seinen Rat. Erst als Sauron 3262 Z.Z. aus Mittelerde verschwand, kehrte Oronêl für mehr als 150 Jahre zu seiner Frau und Tochter zurück.

Das Letzte Bündnis (3434 Z.Z.-1 D.Z.)

Als Elendil und Gil-Galad das letzte Bündnis schlossen und nach Süden zogen, beschloss Amdír, sich ihnen mit den Kriegern Lórinands anzuschließen. Entgegen der Bitten seiner Familie schloss sich Oronêl ihm an, und so stießen sie am Ostufer des Anduins zum Heer des Bundes. Als es schließlich auf der Dagorlad zur Schlacht kam, standen die Elben weit vorne in der Schlachtordnung. Da sie nur leicht gerüstet waren, fielen einige sehr schnell, und gerade, als ein Durchbrechen der gegnerischen Schlachtreihe möglich schien, wurde Amdír vor Oronêls Augen von einem Schwarzen Nûmenorer getötet. Bei dem Versuch, seinen Leichnahm zu bergen wurde Oronêl verwundet, und verließ schließlich das Schlachtfeld. Nach dem Sieg kehrte er mit den verbliebenen Kriegern heim, und wanderte nach einem Streit mit Calenwen weit nach Norden, über die Grenzen Lórinands hinaus.

Berater Amroths (1-1981 D.Z.)

Schließlich kehrte er nach der Niederlage Saurons im ersten Jahr des Dritten Zeitalter nach Lórinand zurück, nur um dort zu erfahren, dass Calenwen nach Westen gefahren war. Auch das Verhältnis zu Mithrellas verschlechterte sich zu dieser Zeit immer mehr. So nahm Oronêl Amroths Angebot, sein Leibwächter und Berater zu werden, gerne an, und begann bald eine Schar Krieger auszubilden, die Lórinand und seinen König schützen sollten. Unter diesen tat sich bald ein Elb namens Laedor besonders hervor, der später Oronêls Stellvertreter wurde. 

Als Amroth sich in die Einsiedlerin Nimrodel verliebte, war Oronêl dieser Verbindung abgeneigt, denn er erachtete Nimrodel nicht als die richtige Gefährtin für einen König. Doch die Liebe der beiden erwies sich als so stark, dass Amroth beschloss, mit Nimrodel nach Westen zu fahren. Diese Pläne setzte er in Tat um, als die Zwerge im Jahr 1980 D.Z. einen Balrog in Moria erweckten. Obwohl Amroth sich gewünscht hatte, dass Oronêl ihm als Herrscher nachfolgen sollte, begleitete dieser ihn, denn er sah es als seine Pflicht an, Amroth bis zu letzt zu beschützen. Entgegen Oronêls Wünschen schloss sich auch Mithrellas ihrem König an, und darüber kam es erneut zu einem heftigen Streit zwischen Vater und Tochter.

Als die vier Reisenden das Weiße Gebirge erreicht hatten, verschwanden Mithrellas und Nimrodel eines Abends. Oronêl konnte Amroth nur mit Mühe davon abhalten, sich selbst auf die Suche zu machen, und brachte ihn dazu, seine Reise nach Edhellond fortzusetzen. Er selbst durchkämmte in den folgenden Wochen das Gebirge nach Nimrodel und seiner Tochter, doch ohne Erfolg. Als sich schließlich der Herbst dem Ende neigte, musste er sein Scheitern eingestehen, und machte sich auf den Weg nach Edhellond. Dort angekommen fand er Amroth nicht mehr vor, und die Bewohner der Umgebung berichteten ihm, dass sich das Elbenschiff, dass noch lange im Hafen gelegen hatte, sich in einer Sturmnacht losgerissen habe. Da kehrte Oronêl der Welt den Rücken, und wanderte tief in die Pinnath Gelin.

Einsiedler in den Pinnath Gelin (1981-3022 D.Z.)

In einem versteckten Tal in den Pinnath Gelin, in das noch nie zuvor ein Mensch oder Elb den Fuß gesetzt hatte, baute Oronêl sich ein kleines Haus. In den ersten Jahren verließ er sein Versteck allerdings, um in Dörfern am Rand der Berge Vorräte zu kaufen. Den Rest der Zeit verbrachte er damit, seine Kampf-Fertigkeiten so gut wie es ihm ohne Trainingspartner möglich war, zu erhalten. Außerdem schrieb er mehrere Gedichte, und begann eine Chronik von Lórinand zu schreiben, die er allerdings schon bald wieder beendete, als ihm das Pergament ausging. Mit der Zeit verließ er sein Tal immer seltener, doch gegen Ende des Dritten Jahrtausends begann er, regelmäßige Streifzüge auch außerhalb der Pinnath Gelin zu unternehmen. Dabei belauschte er Ende März 3022 D.Z. ein Gespräch zweier Jäger, die sich über die Belagerung Dol Amroths und den Krieg gegen Sauron unterhielten. Daraufhin entschloss Oronêl sich, den Menschen in Dol Amroth zur Hilfe zu eilen, und verließ die Pinnath Gelin in Richtung Osten.

Dol Amroth (April/Mai 3022 D.Z.)

Als Oronêl die Stadt erreichte war die Schlacht bereits in vollem Gange. Um in die belagerte Stadt zu kommen, durchschwamm er die Bucht und wurde am Hafen von Hauptmann Mithéldir empfangen. Dieser wollte ihn zunächst gefangen nehmen, ließ in aber doch an der Schlacht teilnehmen. Oronêl kämpfte am Tor, wo er gemeinsam mit Celebithiel einen Nazgûl besiegte und diesem seinen Ring abnahm. Er verbrachte einige Zeit im Lazarett und freundete sich später mit Amrothos an. Er verhinderte mehrer Anschläge auf sein Leben, die vornehmlich dem Ring der Menschen, den er dem Nazgûl abgenommen hatte, galten.

Als Faendir und Antien die Nachricht von Sarumans bevorstehendem Angriff auf Lothlórien nach Dol Amroth brachten, brach Oronêl gemeinsam mit Celebithiel, Amrûn und Amrothos nach Norden auf. Ihre Gruppe wurde nördlich von Dol Amroth von dem Verräter Mithéldir und seinen Männern angegriffen, konnte die Angreifer aber abwehren und Mithéldir töten. Sie durchquerten das Weiße Gebirge durch die verlassenen Pfade der Toten, und trafen in Dunharg auf Rúmil und Orophin. Schließlich erreichten sie Caras Galadhon.

Rückkehr nach Lórien (Mai 3022 D.Z.)

In Caras Galadhon traf Oronêl auf Radagast, der ihm ein Buch mit der Geschichte vom Haus Lenwe übergab. Radagast schickte ihn außerdem nach Cerin Amroth, wo er zum ersten mal seit über tausend Jahren auf seine Tochter Mithrellas traf. Nachdem sie sich gegenseitig ihre Geschichten seit ihrer Trennung erzählt hatten, führte sie ihn zu einer Gruppe von Elben, die sich die Erben Lenwes nannten und nicht Celeborn und Galadriel folgten. Er überzeugte einige von ihnen, sich ihm anzuschließen und kehrte mit ihnen nach Caras Galadhon zurück. Dort erzählte er Amrothos von dem Ring, der sich in seinem Besitz befand, und wurde daraufhin von diesem niedergeschlagen. Von der Macht des Rings überwältigt nahm Amrothos diesen an sich und floh aus Lórien.

Die Schlacht um Lórien (Mai 3022 D.Z.)

Kurz darauf begann Sarumans Angriff auf Lórien Oronêl und Celebithiel eilten nach Norden zur Furt des Nimrodel, wo die erste Schlacht geschlagen wurde. In Laufe des Kampfs traf Oronêl auf seinen ehemaligen Freund Laedor und wurde von diesem überwältigt, doch Amrûn kam ihm zur Hilfe. Als Rúmil die Nachricht brachte, dass eine Gruppe Orks die Furt umgangen hatte und auf dem Weg nach Caras Galadhon war, kehrte Oronêl gemeinsam mit einigen der Erben Lenwes in die Stadt zurück, um sie zu verteidigen. Dort übertrug Galadriel ihm das Kommando über die Stadt und zog sich nach Aldburg zurück. Bald darauf traf eine Gruppe Waldläufer aus Arnor vor der Stadt ein, und Oronêl ließ die Tore öffnen, um die vermeintlichen Verbündeten einzulassen. Allerdings erwiesen sich die Menschen als Verräter und griffen die Elben an, die den Kampf allerdings mit Hilfe der in Caras Galadhon verbliebenen Zwerge für sich entscheiden konnten.

Schließlich trafen die Überlebenden von der Schlacht an der Furt in Caras Galadhon ein, und Oronêl erfuhr von Amrûns Tod. Als Sarumans Truppen schließlich die Stadt angreifen versuchte Oronêl die Wälle zu verteidigen, befahl jedoch den Rückzug nachdem die Orks eine Bresche in den Wall gesprengt hatten. Dabei traf er erneut mit Laedor zusammen, der ihn zum zweiten Mal im Kampf besiegte. Dieses Mal wurde Oronêl von Mithrellas gerettet, die Laedor mit einem Pfeil verwundete. Der ebenfalls verletzte Oronêl wurde von Mithrellas und Ladion aus der Stadt und dem Wald herausgebracht.

Die Überlebenden Lóriens, darunter auch Oronêl, sammelten sich an der Südgrenze, wo sie von Kundschaftern des Elbenheeres von Rohan gefunden wurden. Kurz darauf entdeckte Oronêl die im Anduin treibende Halarîn, die Ladion und Arafin, der Anführer der Kundschafter, aus dem Wasser ziehen konnten. Dort traf er auch das erste Mal auf Mathan, und sie reisten gemeinsam weiter nach Aldburg.

Aldburg (Mai 3022 D.Z.)

In Aldburg nahm Oronêl zunächst am Großen Rat teil, wo er den anwesenden von dem Ring der Macht, den er in Dol Amroth dem Nazgûl abgenommen hatte, berichtete. Er verließ den Rat gemeinsam mit den anderen Elben Lothlóriens nach Sarumans Ankunft. Später traf er auf Erchirion, der aus Dol Amroth gekommen war um Faramir zur Rückkehr nach Gondor zu bewegen, und schickte Mithrellas und die Erben Lenwes gemeinsam mit diesem nach Dol Amroth.

Außerdem beschloss er auf Galadriels Rat in Dunland nach Amrothos und dem Ring zu suchen, und sorgte zuvor dafür, dass Irwyne von Cyneric, den er vor der Ratshalle kennengelernt hatte, aufgenommen wurde. Schließlich brach er, begleitet von Mathan, Halarîn und Orophin nach Dunland auf.

Die Suche nach dem Ring (Dunland, Juni 3022 D.Z.)

Nach einigen Tagen in Dunland trennten Oronêl und Orophin sich von Mathan und Halarîn, die direkt nach Norden weiterzogen weil sie fürchteten, dass die Flüchtlinge in den Grauen Anfurten von Saruman bedroht werden könnte. Oronêl und Orophin zogen weiter bis zum Westtor von Moria, von wo aus sie der Straße nach Westen folgen und bald auf ein Dorf der Dunländer stießen. Da sie ein Gespräch belauschen konnten, in dem von einem Mann aus dem Süden die rede war, beschloss Oronêl in das Haupthaus des Dorfes einzudringen. Dort fand er Amrothos und Gamling im Kerker des Hauses, wurde allerdings selbst von Forath entdeckt und eingesperrt. Bald wurde klar, dass Forath ihn benutzen wollte um die Position seines Häuptlings Bóran in einem Gottesurteil zu schwächen. Außerdem erfuhr Oronêl, dass Bóran Amrothos den Ring abgenommen hatte und, von diesem beeinflusst, gegen Saruman rebellierte.

Während des Gottesurteils gelang es Oronêl, zwei seiner vier Gegner zu töten, drohte aber dennoch überwältig zu werden. Bevor er getötet werden konnte stoppte Sarumans Botschafter Angbaug den Kampf und erhob im Namen seines Herrn Anspruch auf die Gefangenen. In diesem Moment griff Orophin, mit dem Forath zuvor Kontakt aufgenommen hatte, ein und tötete die beiden verbliebenen Gegner, darunter Bórans Sohn. Amrothos, von der Macht des Rings überwältig, stürzte sich auf Bóran und tötete diesen im Kampf um den Ring, bevor er von Oronêl bewusstlos geschlagen wurde. Während die Dunländer untereinander kämpften ermöglichte Forath den Gefangenen die Flucht, und wies ihnen den Weg zu einem Versteck wo er sie drei Tage später aufsuchte und sich von ihnen verabschiedete. Dort trafen sie später auf auf Radagast, der Amrothos und Gamling nach Imladris mitnahm. Oronêl und Orophin folgten ihnen mit einigen Tagen Abstand.

Oronêls Gemeinschaft (Juni/Juli 3022 D.Z.)

Nach seiner Ankunft in Imladris gelang es Oronêl, Amrothos nach Elronds Rat und mit Irwynes Hilfe, zumindest vorübergehend vom Wahnsinn des Rings zu heilen. Dort traf er außerdem auf Finelleth, deren Abstammung und Ähnlichkeit mit Calenwen ihm zunächst Rätsel aufgab.

Um den Ring vollständig zu zerstören benötigt Oronêl Mathans Hilfe um die Schmieden von Eregion zu finden, und so beschloss er nach Fornost zu reisen, wo er seinen Freund vermutet. Da Elrond allerdings einen Angriff auf die Stadt befürchtete, riet er Oronêl nicht alleine, sondern mit Gefährten zu reisen, und so wurde Oronêls Gemeinschaft gegründet. Nach ihrem Aufbruch aus Imladris trafen sie auf der Brücke über den Mitheithel auf einen Trupp Orks in Sarumans Diensten, der die Begegnung mit der Gemeinschaft nicht überlebte.

Als die Gemeinschaft Fornost erreichte, wurde die Stadt bereits angegriffen, und Oronêl fasste den Plan, die Reihen des Feindes mit schnellen Angriffen aus dem Hinterhalt zu stören. Während der Schlacht traf er erneut auf Laedor, und wurde von diesem im Kampf besiegt aber durch das eingreifen Finelleths gerettet. Schließlich beschloss die Gemeinschaft, die Reihen der Orks zu durchbrechen um zu den Mauern zu gelangen, wo Oronêl nach dem Einsturz eines Turmes zum ersten Mal auf Kerry und Fis traf. Dabei gab er für einige Zeit das Medaillon, dass Calenwen ihm hinterlassen hatte, an Kerry weiter.

Bereits vor der Schlacht hatte Oronêl Finelleths Abstammung erraten, doch erst nach dem Ende der Kämpfe fanden sie Zeit, darüber zu sprechen. Dabei trafen sie auch erneut auf Kerry, in der sie schließlich Cynerics Tochter erkannten.

Fornost und der Weg nach Norden (August 3022 D.Z.)

Am Tag nach der Schlacht nahm Oronêl an Ardóneths Verhandlung und der Trauerfeier für die in der Schlacht gefallenen teil. Am Abend war er Gast, als Kerry Adoption durch Mathan und Halarîn gefeiert wurde, wobei er Kerry, Mathan und Halarîn versprach, immer für sie da zu sein, wenn sie ihn brauchten. Dieses Versprechen musste er schneller einlösen als erwartet, denn Kerry wurde von Laedor entführt, der Oronêls alte Axt Hatholdôr als einen Hinweis hinterließ. Sich selbst die Schuld an der Entführung gebend erbot er sich schnell, Laedor alleine zu verfolgen, wurde allerdings überstimmt.

Am Morgen nach der Entführung untersuchte er den Schauplatz der Entführung, was die Rettungstruppe auf Laedors Spur brachte. Wenig später fand er auch das Medaillon, dass Kerry fallen gelassen hatte um eine Spur zu hinterlassen. Die Gruppe verfolgte Laedor bis nach Carn Dûm, wobei sie auf ihrem Weg eine Horde Orks besiegen mussten. Vor Carn Dûm fasste Oronêl, der Laedors Absichten durchschaut hatte, schließlich einen Plan der die Gruppe ins Innere der Festung brachte, bevor er sich nach mehreren Kämpfen gegen Orks von seinen Gefährten trennte und sich Laedor allein stellte. Er besiegte seinen ehemaligen Schüler schließlich im Zweikampf wobei er Ring- und kleinen Finger der linken Hand verlor, überließ es allerdings Mathan, Laedor zu töten.

Die Gruppe floh weiter nach Norden und erreichte schließlich das verborgene Dorf Ringechad.

Lindon (August 3022 D.Z.)

In Ringechad verbrachten sie einige Tage und erholten sich von dem Kampf in Carn Dûm, bevor sie nach Südwesten in Richtung Lindon aufbrachen. Im Norden Lindons trafen sie auf Celebithiel und Gandalf, die sie nach Mithlond begleiteten.

In Mithlond traf Oronêl sein Tochter Mithrellas wieder, die von Dol Amroth aus nach Lindon gekommen war um weitere Elben dazu zu bewegen, Gondor zu helfen. Außerdem traf er auf Amrothos, Irwyne und die übrigen Mitglieder seiner Gemeinschaft, die in der Zwischenzeit aus Fornost nach Mithlond gekommen waren. Er nahm an der Totenfeier für Faronwe teil, und erhielt von Círdan einen Brief seiner Mutter und den Bogen, den sie vor ihrer Reise nach Westen in Lindon zurückgelassen hatte. In der Zwischenzeit schmiedete er mit Mathan Pläne für ihre Reise nach Eregion, und organisierte am letzten Tag ihres Aufenthalts in Lindon eine kleine Geburtstagsfeier für Irwyne.

Schließlich brachen sie auf der Avalosse gemeinsam mit der Flotte der Manarîn nach Süden auf. Vor der Mündung des Gwathló stießen sie auf Schiffe in Sarumans Diensten, die allerdings von den Manarîn abgelenkt werden konnten, sodass die Avalosse ihre Reise den Fluss hinauf fortsetzte.

Tharbad und Eregion (September 3022 D.Z.)

Kurz vor Tharbad wurde die Avalosse von Dunländern unter Aéd aufgehalten, woraufhin Oronêl erneut auf Forath traf. Auf Bitten des Häuptlings stimmte er zu, mit seinen Gefährten bei der Eroberung von Tharbad zu helfen. Oronêl und Celebithiel halfen dabei, das Tor der Stadt von Innen zu öffnen, was zum Sieg der dunländischen Rebellen und zum Fall der Stadt führte. Daraufhin brachen sie, begleitet von Forath und Aéd, in Richtung Eregion auf, wo Mathan die Ringschmiede aufspürte. Dort gelang es trotz eines Angriffs von Sarumans Orks unter Angbaug beide Ringe zu zerstören: Oronêl vernichtete den Ring von Tsaan und hielt gemeinsam mit Celebithiel den Hexenkönig von Angmar lange genug zurück, damit ihre übrigen Gefährten dessen Ring vernichten konnten.

Nach dem Gefecht in der Schmiede kehrte Oronêl gemeinsam mit Kerry, Finelleth, Celebithiel und Aéd in Foraths Dorf zurück, und sprach bei der Königswahl für Aéd. Am Abend beschloss er, mit Finelleth ins Waldlandreich zu ziehen. Am Tag darauf kehrten sie nach Eregion zurück, von wo aus sie nach Imladris aufbrachen.

Über das Gebirge (Oktober 3022 D.Z.)

In Imladris verbrachte die Gruppe nur eine Nacht, bevor sie nach Osten zum Hohen Pass aufbrachen. Zuvor hatten sich ihnen noch Mírwen und Ardóneth angeschlossen.

Der Weg zum Hohen Pass verlief größtenteils ereignislos - abgesehen von Mírwens einigermaßen seltsamen Verhalten, dass sie gegenüber Oronêl und Finelleth zeigte. Nachdem Oronêl auf dem höchsten Punkt des Passes die Art seiner Beziehung zu Finelleth klar gestellt hatte, kam es in der folgenden Nacht zu einem weiteren Gespräch zwischen ihm und Mírwen. Während Mírwen Oronêl gestand, sich in ihn verliebt zu haben, wies Oronêl sie zunächst zurück, machte dann allerdings aus Gründen, die ihm selbst nicht klar waren, deutlich, dass er sich seiner eigenen Gefühle nicht wirklich sicher war. Als Mírwen ihn daraufhin küsste, wies er sie erneut zurück, und sie verschwand ohne ein weiteres Wort.

Am nächsten Morgen war Oronêl beim Treffen zwischen Mathan und seiner Mutter anwesend.

Weiterführende Links


Oronêls Gemeinschaft

Anführer: Oronêl Galion
Cúruon† • Faronwe† • FinellethGelmirGlorwenIrwyneMírwenOrophinValandur

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