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Ich sah zu, wie Ardir in die Welt hinaus zog um das Böse aus dem Norden zu bekämpfen, und beobachtete von Ferne wie alles, für das er kämpfte, nach und nach zerstört wurde.
—   Círdan zu Oronêl über dessen Vater Ardír

 Ardir (*21 Z.Z.) ist ein Elb aus dem Haus Lenwe und der Vater von Oronêl. Er gilt als einer der Größten aus dem Haus Lenwe.

Leben

Jugend in den Falas

Ardir wurde 21 E.Z. in den Eglarest als Sohn von Anwien, einer Enkelin Lenwes, und Hirluin von Eglarest, einem Vertrauten Círdans geboren. Er sah angeblich seinem Urgroßvater Lenwe sehr ähnlich, ähnelte in Geist und Gemüt eher seinem Vater, der einst ein großer Krieger gewesen war. So verlangte es auch Ardir nach einiger Zeit danach, zu den Waffen zu greifen, und Beleriand gegen Morgoth zu verteidigen. Doch Hirluin weigerte sich, ihn auszubilden, denn die Schrecken des Krieges hatten seinen Geist verwundet. Als schließlich die Noldor in die Falas kamen und Eglarest befestigten, wollte Ardir sie nach Norden begleiten, doch seine Eltern redeten es ihm zunächst aus. Schließlich hörte er im Jahr 102 E.Z. vom Bau Nargothronds, und verließ die Falas um sich Finrod Felagunds Kriegern anzuschließen

Nargothrond

In Nargothrond wurde er mit vielen anderen im Kampf geschult, und obgleich die Noldor vornehmlich mit dem Schwert kämpften, zog Ardir wie viele andere Sindar die Axt vor. Bald wurde er einer der besten Axtkämpfer in Nargothrond, und als er Finrod bat, zur Belagerung von Angband nach Ard-Galen versetzt zu werden, gewährte dieser ihm seinen Wunsch. In Ard-Galen war er glücklich, denn er glaubte seine Bestimmung im Kampf gegen Morgoth gefunden zu haben, und war obendrein von anderen Kriegern umgeben. Nachdem er im Jahr 450 E.Z. bei einem Scharmützel verwundet worden war, kehrte er für einige Jahre nach Nargothrond zurück, und entging so der Dagor Bragollach. Allerdings schloss er sich der Schar an, die die Besatzung von Tol Sirion verstärken sollte, und leistete bei der Verteidigung große Taten, für die er vom Kommandanten zum Hauptmann von Nargothrond ernannt wurde. Gemeinsam mit wenigen anderen entkam er schließlich dem Fall der Insel, obgleich die meisten seiner Freunde dort fielen. Später, als bereits Orodreth über Nargothrond herrschte, wollte er sich Maedhros' Bund anschließen, doch er widersetzte sich dem Verbot seines Königs nicht, und blieb in Nargothrond.

Nur ein Jahr später hörte er von der Belagerung der Falas, und diesmal setzte er sich über Orodreths ausdrückliches Verbot hinweg, denn die Sorge um seine Eltern war stärker.

Wanderungen und Túrin Turambar

In Eglarest angekommen fand Ardir nur noch die Trümmer des Hafens vor. Er fürchtete, seine Eltern könnten gefallen sein, doch es lagen keine Schiffe mehr im Hafen, und so hoffte er, sie könnten entkommen sein. Also wanderte er nach Süden die Küste entlang, bis er die Mündungen des Sirion erreichte. Von dort setzte er zum Stützpunkt der Falathrim auf Balar über, denn dort vermutete er die Flüchtlinge aus den Falas. Tatsächlich traf er dort auf Círdan, der ihm berichtete, dass seine Eltern in Eglarest gefallen seien. Círdan bot ihm an, auf Balar zu bleiben und dem Schrecken des Krieges zu entkommen, doch Ardir verlangte es nach Rache, und so kehrte er nach Nargothrond zurück. 

Sein Aufenthalt dort war nicht für lang, denn er hielt Orodreths Zurückhaltung im Krieg für Feigheit, und als er erfuhr, dass Túrin und Beleg nördlich des Amon Rûdh eine Streitmacht aus Elben und Menschen versammelten, verließ er Nargothrond abermals gegen den Willen des Königs und schloss sich Túrin an. Daraufhin entzog Orodreth ihm seinen Titel als Hauptmann, und verbannte ihn und alle die mit ihm gingen aus Nargothrond.

Unter dem Befehl von Túrin und Beleg wurde das gesamte Gebiet nördlich des Amon Rûdh von Feinden gesäubert. Auch in diesem Kampf tat Ardir sich hervor, und wurde bald zu einem Befehlshaber über einen kleinen Trupp Elben, die größtenteils aus Nargothrond und den Falas stammten, ernannt. Túrin selbst sah er nur selten, und sprach niemals persönlich mit ihm, auch wenn er diesen Menschen bewunderte. Bald wurde Túrins Herrschaft durch Verrat gestürzt, und er wurde von Orks nach Norden verschleppt. Nur kurze Zeit später, begannen die Orks in Massen, das Gebiet um den Amon Rûdh zu überrennen, und ohne ihren Anführer konnten die Verteidiger ihnen nicht standhalten. Wer nicht fiel, kehrte in seine Heimat zurück. Ardir zögerte einige Zeit, denn er konnte nirgendwo hin: Die Falas waren nicht mehr, nach Nargothrond durfte er nicht, und nach Balar wollte er nicht. Schließlich entschied er sich, doch nach Nargothrond zurück zu kehren, und sich der Gnade Orodreths anzuvertrauen. Dieser verzieh ihm seinen Ungehorsam tatsächlich und ließ ihn zurückkehren, auch wenn er ihn nicht wieder in sein altes Amt zurück berief.

Der Untergang von Nargothrond

Nur wenig später kam Túrin in Begleitung Gwindors nach Nargothrond, und auf die Fürsprache von Gwindor und Ardir hin wurde er dort aufgenommen. Ardir hoffte, Túrin könnte Orodreth zum offenen Krieg gegen Morgoth bewegen, und tatsächlich geschah genau das. Als einer von jenen, die immer für Túrin gesprochen hatten, erlangte Ardir einigen Einfluss in Nargothrond und erhielt nun auch seinen Titel als Hauptmann zurück. Schließlich kam es wenige Jahre nach Túrins Ankunft zur Schlacht von Tumlahad. Dort führte Ardir ein Schar, die die linke Flanke des Heeres decken sollte. Als er sah, dass die Mitte der Nargothronder zurückzuweichen begann, führte er seine Männer nach innen. Er bemerkte zu spät, dass er seinen Feinden in die Falle gegangen war, als die Orks plötzlich begannen, seinen Männern in den Rücken zu fallen und die linke Flanke des Heeres aufrieben. Also führte er seine verbliebenen Krieger durch die Schlacht zu Orodreth, um den König zu beschützen, doch er kam zu spät, aber noch rechtzeitig, um Orodreth fallen zu sehen. Damit war die Schlacht verloren, und Ardir befahl seinen Männern den Rückzug nach Nargothrond. Auf diesem Weg fielen sie einer nach dem anderen, und nur Ardir selbst erreichte die Stadt, allerdings zu spät. Glaurung war bereits dort gewesen, und Nargothrond war untergangen. Dies führte ihm das volle Ausmaß der Hoffnungslosigkeit des Krieges gegen Morgoth vor Augen, und so machte er sich auf den Weg nach Süden, nach Balar.

Balar

Auf Balar wurde Ardir von Círdan freundlich aufgenommen, und lebte fortan in seinem Haus. Schließlich floh nach dem Angriff der Zwerge auf Doriath die Elbin Nellas von dort nach Balar. Sie war eine Freundin Túrins während seiner Jugend in Doriath gewesen, und als sie erfuhr, dass auch Ardir ihn kannte, freundeten sie sich mit ihm an. Aus der Freundschaft wurde bald Liebe, und sieben Jahre nach ihrer ersten Begegnung wurden Ardir und Nellas von Círdan vermählt. Dies war sehr früh für die Maßstäbe der Elben, doch da Morgoth noch immer seinen Schatten über die Welt warf, wollten sie keine Zeit verlieren. Auf Balar lebten Ardir und Nellas im Frieden. Als 536 E.Z. Feanors Söhne die Sirionmündungen überfielen, entkamen Malire, Oropher und Amdír, die Kinder von Linwiel, einer Enkelin Lenwes nach Balar. Círdan erkannte in den Kindern Nachkommen Lenwes, und so gab er sie in die Obhut ihres Vetters Ardir. Amdír ähnelte diesen sehr, und Ardir begann ihn bald, wie einen Sohn zu lieben.

Während der Krieg des Zorns tobte, blieben Ardir und seine Familie auf Balar, doch nach Morgoths Sturz begleiteten sie Círdan nach Lindon, und lebten dort für kurze Zeit. 

Lórinand

Aber Amdír und Oropher verlangte es nach eigenen Reichen, über die sie herrschen konnten, und obwohl Ardir diese Sehnsucht nicht teilte, folgte er ihnen nach Osten und ließ sich mit Amdír in Lórinand nieder. Dort wurde schließlich im Jahr 24 Z.Z. sein Sohn Oronêl geboren, und er lehrte diesen alles, was er wusste. Auch wenn er selbst des Kämpfens müde war, wollte er doch seinem Sohn die Möglichkeit bieten, seinem Beispiel zu folgen, auch wenn er es nicht wünschte. Doch er wusste aus eigener Erfahrung, dass er Oronêl unmöglich davon würde abhalten können. Während dieser Zeit wurden er und Nellas Mittelerde allmählich leid. Sie hatten ihren Teil zur Schicksal der Weld getan, und so verließen sie im Jahr 86 Z.Z. und zogen nach Lindon zu Círdan. Dort blieben sie einige Zeit, während Círdan ihnen ein Schiff baute, und als es fertig war, verabschiedeten sie sich von Círdan und verließen Mittelerde für immer.

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